Von Angelika & Artur Pfeifer

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Unsere Reise nach Neuseeland im Februar 2016 in wenigen Worten zu beschreiben ist echt schwer. Wir hatten 5 Wochen im Campervan über die Nord - und Südinsel und eine letzte Woche in Bethells Beach in einem AirBnB geplant. Nach zwei langen Flügen kamen wir Auckland an, wo wir erstmal zwei Übernachtungen eingeplant hatten um den schlimmsten Jetlag zu überbrücken. Da wir überhaupt noch keine Pläne gemacht hatten, wo wir überall hin wollten und auch einiges spontan machen wollten, haben wir uns dann doch erstmal mal kurz eine grobe Route geplant um unsere Zeit etwas einzuteilen.

Unsere Reise im Campervan startete bei strömenden Regen, der auch erstmal drei Tage anhielt. Das erstes kurzes Ziel war Raglan, wo wir erstmal den nächsten Waschsalon aufgesucht haben um einige Waschmaschinen voll verdreckter Bettwäsche des Campers zu waschen (long story!) Nachdem der Camper dann eine Grundreinigung von uns erhalten hatte, konnten wir es uns darin auch endlich etwas gemütlich machen.

Wir verstanden auch endlich was alle meinten, als sie sagten es gibt viele Schafe in Neuseeland! Stundenlang fuhren wir durch grüne Landschaften und weit und breit nichts außer unzähligen Schafen. Wir hatten die ersten Campingplätze fast für uns alleine, was uns über das schlechte Wetter hinweggetröstet hat. Ziemlich zügig ging es für uns auch nach unten, Richtung Mount Taranki. Von Wanganui aus ging es für uns direkt weiter nach Wellington, wo wir uns auch kurz ein bisschen die Stadt angeschaut haben. 

Generell waren wir sehr wenig in den Städten, sondern haben eher die stillen, abgelegenen Orte in der Natur gesucht, was uns viel mehr gefallen hat. Wir mussten eine nicht eingeplante Nacht in Wellington verbringen, da wir dachten dass wir einfach ohne viel hin und her mit der Fähre auf die Südinsel rüberfahren konnten. Leider ist uns dort bewusst geworden dass wir unser Ticket besser einige Tage im voraus hätten buchen sollen und haben dann zwangsweise eine Nacht auf einem schrecklichen, überfüllten und überteuerten Campingplatz verbracht.

Am nächsten Morgen ging es dann sehr früh auf die Fähre und wir kamen bei schönstem Wetter in Picton an. Unser nächstes Reiseziel war Kaikoura wo man Wale und Delphine beobachten kann. Ganz fröhlich über das schöne Wetter, haben wir aber nach kurzer Zeit festgestellt, dass der direkte Weg dorthin komplett gesperrt war, da die Straße durch die letzten Erdbeben sehr beschädigt war. Die einzige Möglichkeit dorthin zu kommen, was ein Umweg durch die halbe Südinsel, der uns dann über fünf Stunden Zeit gekostet hat, wir aber trotzdem die vielen Landschaften der Südinsel sehen konnten.

Eines unserer größten Highlights war dann das schwimmen im offenen Meer mit wilden Delphinen in Kaikoura.Dieses Erlebnis wird auf jeden Fall unvergesslich bleiben. Auch das Wale-watching vom Heli aus war sehr eindrucksvoll.

Ein kurzer, regnerischer Zwischenstop in Christchurch, der uns dann schnell gereicht hat und wir weiterfuhren. Oamaru war dafür umso schöner, in diesem winzigen Ort hat man das Gefühl, die Zeit wäre stehen geblieben. Viele alte Gebäude, tolle Cafes und kleine Läden, ein Paradies für Leute die Dinge aus vergangenen Zeiten lieben. Dann ging es für uns weiter ins Landesinnere, Richtung Queenstown. Bei Glenorchy hatten wir einen tollen Campingplatz und haben nebenbei einige „Herr der Ringe“ Drehorte angeschaut. Ein Reitausflug stand noch auf unserer Wunschliste und die Natur war auch wirklich ein Traum. Leider bin ich - Angelika - nicht gewohnt zu galoppieren und schon sehr schnell in hohem Bogen vom Pferd geflogen. Danach hatte ich soviel Angst dass ich die restliche Tour nicht mehr so ganz genießen konnte und am Ende des Tages hatte ich zum Glück nur blaue Flecken und schmerzende Knochen.

Ein weiteres Highlight für uns war Milford Sounds. Auch wenn es ein zeitaufwendiger Weg ist, und wir dort fast nur Regen hatten, die Landschaft und die grünen Fjorde sind unglaublich schön. Eine Kajak Tour wollten wir dann trotz Regen machen und auch wenn die „Sandflys“ uns fast gefressen haben, war es wunderschön. So langsam mussten wir uns auf dem Weg wieder die Insel hoch machen und Wanaka und der Lake Tekapo standen noch auf unserer Liste. In Wanaka hatten wir wieder schönstes Wetter und haben außerdem zwei ganz liebe Menschen kennengelernt, Leni und Ali, ebenfalls ein Fotografenpaar aus Deutschland. Wir duften dort sogar den Heiratsantrag von Ali an Leni fotografieren, und auch wenn wir vier uns wirklich den Arsch abgefroren haben, wird dieses Erlebnis und die Zeit mit den beiden für uns immer in schöner Erinnerung bleiben. :-) Am Lake Tekapo waren wir erstmal von der Maße an Touristen und dem überfüllten Campingplatz so enttäuscht, dass wir einfach den See entlang gefahren sind um uns einen einsamen Ort gesucht haben zum Baden und relaxen. 

Die Zeit dort am See gehört zu den schönsten der ganzen Reise. Der Sonnenuntergang und Abend am See waren unglaublich. Die restliche Zeit auf der Südinsel wurden wir vom Regen und den Sandflys verfolgt und waren froh wieder auf die Nordinsel zu fahren. Dort standen nämlich noch der Tongariro National Park, Rotorua und Coromandel auf unserer Wunschliste. Sehr spontan machten wir das etwa 20 km lange Tongariro Crossing und waren danach total k.o. aber glücklich, in Rotorua besuchten wir das leider sehr überlaufene Hobbiton und in Coromandel genossen wir nochmals die Sonne und traumhafte Sandstrände. Die 5 Wochen im Camper gingen einfach zu schnell rum und wir hatten uns so langsam aber sicher in das Camper Leben verliebt. Außerhalb von Auckland, in Bethells Beach hatten wir aber noch eine letzte Woche und als wir (nach langem Suchen) endlich unser AirBnB gefunden hatten, dachten wir, wir wären im Paradies angekommen. Es war einfach das schönste AirBnB in dem wir je waren. Die letzten Tage genossen wir in vollen Zügen und hätten am liebsten die Zeit angehalten. Die Zeit in Neuseeland wird auf jeden Fall unvergessen bleiben.


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ANGELIKA & ARTUR PFEIFER

Die Beiden sind zusammen als Hochzeitsfotografen Team unterwegs und lieben es in ihrer Freizeit zu reisen, immer neue Reisen zu planen und Orte zu erkunden. Am liebsten in einem Camper oder Wohnwagen. Sie leben und lieben im schönen Schwarzwald zusammen mit ihrer jungen Hündin Bonny die bald mit auf Reisen gehen soll.

http://diehochzeitsfotografen.de

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